In Bayern sind acht Staaten bildende Wespenarten heimisch. Nur die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe fliegen zu unseren Lebensmitteln. Diese beiden haben ihre Nester in Erdhöhlen oder anderen dunklen Hohlräumen und sind der Grund für den schlechten Ruf der Wespen insgesamt. Dabei werden die anderen Wespenarten, wie beispielsweise Grabwespen, Schlupfwespen, Langkopfwespen und Hornissen, nicht von Essen angelockt. Generell kann man sagen, dass alle Arten, deren Nester man sieht – also freihängend im Gebüsch oder unter dem Schuppendach – den „unproblematischen“ Arten zuzuordnen sind.
Bei einem Wespennest im Garten oder am Haus kann erst einmal abgewartet werden. Nach den ersten Frostnächten im Herbst sterben die Altkönigin, die Arbeiterinnen und die Männchen. Das alte Nest wird nicht mehr bezogen und kann dann gefahrlos entfernt werden. Vorher sollte das Nest keinesfalls eigenhändig umgesiedelt oder beseitigt werden.
Auch die „lästigen“ Wespen übernehmen wichtige Funktionen: Sie füttern ihre Larven mit Blattläusen und Raupen und wirken somit als Schädlingsbekämpfer im Garten. Auf der Suche nach zuckerhaltiger Nahrung bestäuben die Wespen auch Blüten, da Pollen an ihren Beinen und am Hinterleib hängen bleiben.
Kontakt für Ingolstadt: artenschutz@ingolstadt.de
Kontakt für Eichstätt: Hornissen und Wespenberatung
Sie haben ein Nest oder einen Bienenschwarm entdeckt?
Bitte bewahren Sie Ruhe. Nicht jedes Insekt ist gefährlich – viele Arten sind geschützt und wichtige Nützlinge für Natur und Landwirtschaft.
Der Imkerverein Ingolstadt hilft gerne bei der richtigen Einordnung und vermittelt bei Bedarf Ansprechpartner. Bitte stellen sie zunächst sicher, um welches Insekt es sich handelt. Wespen, Hornissen und Wildbienen stehen unter Schutz und dürfen nur auf Anordung der unteren Naturschutzbehörde entfernt werden. Sollten sie sich nicht sicher sein, kontaktieren Sie den Imkerverein gerne per Email mit Foto, Fundort, kurze Beschreibung der Situation und ihren Kontaktdaten. So kann schneller eingeschätzt werden, ob ein Imker, ein Wespenberater oder die Naturschutzbehörde zuständig ist.

Wespennest
Wespen bauen papierartige Nester z. B. in Rollladenkästen, Dachböden, Schuppen oder im Boden. Die meisten Wespen sind friedlicher als ihr Ruf. Nur wenige Arten interessieren sich stark für süße Speisen und Grillgut.
Wespen stehen unter Naturschutz und ihre Nester dürfen nicht ohne Weiteres entfernt bzw. zerstört werden.
- Ruhe bewahren, nicht nach den Tieren schlagen oder pusten.
- Fluglöcher nicht verschließen.
- Abstand zum Nest halten.
- Kinder und Haustiere fernhalten.
Was tun? Bei problematischen Nestern sollte die Untere Naturschutzbehörde oder ein geschulter Wespen- und Hornissenberater eingeschaltet werden.


Hornissennest
Hornissen sind meist friedlich und vermeiden Konflikte mit Menschen.
Hornissen sind besonders geschützt und dürfen weder getötet noch ihre Nester entfernt werden.
- Bitte mindestens 2–4 Meter Abstand zum Nest halten.
- Keine Erschütterungen oder hektischen Bewegungen in Nestnähe.
Was tun? Bitte keine eigenen Maßnahmen durchführen. Kontaktieren Si
Honigbienenschwarm
Ein Bienenschwarm besteht aus Honigbienen, die mit ihrer Königin eine neue Unterkunft suchen. Häufig hängen sie als „Traube“ an Ästen, Zäunen oder Hauswänden.
- Bitte Abstand halten und nicht stören.
- Nicht mit Wasser besprühen oder versuchen, die Bienen selbst einzufangen.
- Ein Schwarm ist meist friedlich, da die Tiere keine Brut verteidigen.
Was tun? Bitte möglichst zeitnah den Imkerverein oder einen örtlichen Imker kontaktieren. Der Schwarm kann in der Regel eingefangen und umgesiedelt werden.


Wildbienen und Hummeln
Wildbienen sind in der Regel sehr friedlich. Viele Arten nisten in kleinen Löchern, Mauerritzen oder im Boden. Nester sollten möglichst ungestört bleiben.
Wildbienen und Hummeln sind äußerst wichtige Bestäuber und stehen unter besonderem Schutz.
Was tun? In den meisten Fällen ist keine Maßnahme notwendig. Bei Problemen in sensiblen Bereichen (z. B. Kindergarten, Hauseingang) beraten Naturschutzbehörden oder Fachberater.
